Lockenstab oder Dauerwelle: Der ultimative Ratgeber für Ihre Traumlocken
Lockenstab oder Dauerwelle – früher keine Frage!
Wer heute um die 40 Jahre oder älter ist, dem ist der hartnäckige Trend der 1980er Jahre nicht entgangen. Zwar gab es damals auch andere Methoden wie Lockenwickler oder den Lockenstab und mit ihnen ließen sich tolle Locken zaubern, doch man strebte nach einer dauerhaften Lockenpracht, die Wind und Wetter trotzt. Für die meisten Männer und Frauen stellte sich deshalb gar nicht erst die Frage, ob Lockenstab oder Dauerwelle. Letztere lag absolut im Trend der Zeit und gehörte zum Standardprogramm in jedem Friseursalon.
Kinder der 1980er Jahre: Der neue Trend hieß Dauerwelle
Fast auf jedem Kopf waren Locken zu sehen, die durch eine Dauerwelle zustande kamen. Zum Teil mit sehr erschreckendem Ergebnis. Von Traumlocken waren Frauen wie Männer meist weit entfernt. Nicht selten plusterten sich die chemisch erzeugten Kringel derart auf, dass man eher meinte, ein Pudel sei in eine Steckdose geraten. Das Problem war oft die mangelnde Individualisierung der chemischen Wirkstoffe auf die jeweilige Haarstruktur, was zu einem unkontrollierten Aufquellen der Schuppenschicht führte.
Dauergewelltes Haar – meistens Glückssache
Andere wiederum hatten Glück und konnten vollen Stolzes phantastische Löckchen oder große Rundwellen bei der Haarpracht präsentieren und durften sich über traumhaft schöne Locken im Sommer freuen. Bei Regen war es jedoch schnell dahin mit der Pracht. Nach dem Trocknen der Haare war das Desaster unübersehbar: jedes Haar reckte sich in eine andere Richtung und der Lockenkopf war nicht mehr zu bändigen. Die Dauerwelle war also mehr oder weniger eine Modeerscheinung für ganz Mutige, die nicht selten auch mit einem verunglückten Friseurbesuch seinen Lauf nahm und viele Frauen unglücklich machte. Ein Lockenstab bietet hier den Vorteil, dass das Ergebnis sofort sichtbar und bei Nichtgefallen durch eine Haarwäsche revidierbar ist.
Die Dauerwelle – chemische Locken für die Haare
Bei der künstlichen Lockenpracht wird das Haar unter einem chemischen Umformungsprozess behandelt. Dabei werden die sogenannten Cystinverbindungen (die Schwefelbrücken im Haar) aufgebrochen. Die Haare werden in Lockenwickler aufgedreht und anschließend wird durch eine chemische Reaktion (Fixierung) wieder Stabilität in die Haarstruktur gegeben. Dieser Prozess ist irreversibel; das Haar bleibt in dieser Form, bis es herauswächst oder abgeschnitten wird.
Nicht vorhersehbares Ergebnis bei dauergewelltem Haar
Je dicker das Haar, umso besser ist das Ergebnis der Dauerwelle, welche für lange haltende Locken und Wellen sorgt. Auch, wenn der Friseur zuvor die Haarsubstanz analysierte und dementsprechend chemische Produkte einsetzte, war das Ergebnis immer eine Überraschung. Oft reagierten verschiedene Partien des Kopfes unterschiedlich auf die Wellflüssigkeit, was zu einem ungleichmäßigen Bild führte. Wer heute einen Lockenstab benutzt, hat die volle Kontrolle über jede einzelne Strähne.
Lockiges Haar – weg von der Chemiekeule
Chemische Substanzen sind natürlich auch so eine Sache. Heute denken immer mehr Verbraucher kritisch darüber nach, ob und welche Produkte für Haare und Gesundheit überhaupt benutzt werden sollten. Für viele Frauen ist die Dauerwelle deshalb heute nicht mehr denkbar. So ist die dauerhafte Lockenpracht durch die chemische Umformung nicht mehr populär. Verbraucherinnen finden sich entweder mit glattem Haar ab oder behelfen sich anderweitig. Damit ist die Frage quasi schon beantwortet, was besser bzw. beliebter ist: Lockenstab oder Dauerwelle.
Experten-Tipp: Wenn Sie sich dennoch für eine Dauerwelle entscheiden, achten Sie auf moderne „saure“ Dauerwellen, die den pH-Wert des Haares weniger stark belasten als die alkalischen Varianten der Vergangenheit.

Der Lockenstab – eine moderne und sichere Alternative
Ohnehin ist der Look der Dauerwelle nicht mehr up to date, insofern können wir Frauen uns in der Großzahl mit gelegentlichen Locken arrangieren, wenn uns die Wallemähne von Mutter Natur nicht gegeben wurde. Der Lockenstab ist ein technisches Hilfsmittel, mit dem sich wunderschöne Locken erzeugen lassen. Sie hängen sich zwar im Laufe des Tages etwas aus, allerdings kann man bei richtiger Anwendung und einer guten Fixierung sehr haltbare und professionelle Frisuren damit modellieren.
Bessere Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn die Haare nicht ganz frisch gewaschen, zumindest aber richtig trocken sind. Frisch gewaschenes Haar ist oft zu glatt und „flutschig“, was dazu führt, dass der Lockenstab keinen Halt findet. Ein Trockenshampoo am Ansatz kann hier Wunder wirken, um mehr Griffigkeit zu erzeugen.
Strähne für Strähne zur perfekten Frisur
Ein herkömmlicher Lockenstab besteht aus einem langen Stab und einer Klammer, die meist über den Haltegriff geöffnet und geschlossen werden kann. Mit den Händen wird eine dünne Strähne abgetrennt, abschließend jede einzelne Strähne um den metallischen Stab aufgewickelt. Hier eine kleine Anleitung für Einsteiger:
- Sprühen Sie jede Strähne einzeln mit Hitzeschutz ein.
- Wickeln Sie die Strähne vom Gesicht weg auf den Lockenstab.
- Schließen Sie die Klammer (falls vorhanden) und warten Sie ca. 5-8 Sekunden.
- Lassen Sie die Locke vorsichtig in Ihre Hand gleiten und lassen Sie sie dort auskühlen.
Ganz wichtig ist im Anschluss das Präparieren der Haare mit einem guten Haarspray, damit die neue Lockenpracht sich nicht voreilig aushängt. Nutzen Sie den Lockenstab niemals bei feuchtem Haar, da das Wasser im Haarinneren kochen und die Struktur sprengen kann!
Qualitätsunterschiede bei Lockenstäben
Lockenstäbe gibt es in den unterschiedlichsten Preislagen. Wir haben noch ein altes Gerät, das mit einem Metallstab versehen ist. Neuere Geräte haben inzwischen keramische Stäbe, die bei Weitem bessere Ergebnisse erzielen und dazu auch noch sanfter zu den Haaren sind. Die Keramik sorgt für eine gleichmäßige Hitzeverteilung und verhindert, dass einzelne Haarpartien überhitzen.
Dass man bei einem solchen Elektrogerät nicht mit der billigsten Ausführung glücklich wird, ist leicht nachvollziehbar. Ein ganz wichtiger Punkt ist das Kabel. Hochwertige Geräte haben Kabel mit einem Drehgelenk, die sich bei der Anwendung mitdrehen. Unser älteres Modell hat ein fixiertes Kabel, was spätestens nach der zweiten Haarsträhne völlig ineinander verdreht ist oder man selbst Knoten in den Armen hat. Möchte man sich einen Lockenstab kaufen, sollte man also auf jeden Fall eines der besseren Modelle wählen, die in der Handhabung komfortabel sind. Da hochwertige Lockenstäbe auch in guter Qualität nicht extrem teuer sind, lohnt sich die Anschaffung eines Markengeräts mit Ionen-Technologie gegen Frizz.
Automatischer Lockenwickler
Der größte Vorteil eines automatischen Lockenstabs gegenüber klassischen Lockenwicklern liegt in der enormen Zeitersparnis und der komfortablen Handhabung: Per Knopfdruck zieht das Gerät die Haarsträhne selbstständig ein und formt sie in Sekundenschnelle, während Lockenwickler mühsam von Hand eingedreht werden müssen und oft Stunden benötigen, um ein sichtbares Ergebnis zu erzielen. Zudem garantieren automatische Systeme ein absolut gleichmäßiges Styling, da Hitze und Dauer für jede Locke exakt gleich bleiben, was besonders am Hinterkopf die Anwendung massiv erleichtert. Automatische Lockenwickler hingegen haben ihre Stärken vor allem in der maximalen Schonung der Haarstruktur, da sie ohne direkte Hitzeeinwirkung auskommen können, und verleihen dem Haar oft ein natürlicheres Volumen direkt am Ansatz, das mit einem Stab schwerer zu erreichen ist.
Die wichtigsten Unterschiede im Detail
Ein automatischer Lockenstab ist ideal für das täliche Styling, da das gesamte Haar in etwa 10 bis 15 Minuten fertig frisiert ist. Durch die Automatik sehen alle Locken identisch aus, was ein sehr professionelles Gesamtbild erzeugt. Das manuelle Wickeln über Kopf entfällt, da das Gerät die Arbeit übernimmt. Lockenwickler sind die sanftere Methode für empfindliches Haar, da sie die Struktur nicht durch hohe Temperaturen belasten.
Statt Lockenstab oder Dauerwelle Lockenwickler verwenden
Eine weitere Möglichkeit, an wunderschöne Locken zu kommen, ist der Einsatz von Lockenwicklern. Diese kann man in das handtuchfeuchte oder trockene Haar eindrehen. Während der Lockenstab mit punktueller Hitze arbeitet, nutzen Wickler oft die Zeit und die Restfeuchtigkeit, um die Form zu verändern. Je nach Größe der Wickler entstehen kleine feine Löckchen, mittlere Locken oder große Wellen. Es können auch verschiedene Größen kombiniert werden, um ein möglichst natürliches Ergebnis zu schaffen. Das Eindrehen der runden Rollen ist etwas umständlich, daher ist es praktisch, wenn eine zweite Person dies übernimmt.
Verschiedene Lockenwickler als Alternative zu Lockenstab oder Dauerwelle
So, wie sich die Wickler in der Größe unterscheiden, gibt es auch diverse Ausführungen. Zur Verfügung stehen z. B.:
- Rollen aus Kunststoff (Haftwickler für schnelles Volumen)
- Rollen aus Metall und mit Bürsten (guter Halt, aber Vorsicht bei Verheddern)
- Schaumstoffwickler mit Clip (ideal für weiche Wellen)
- Papilloten (flexibel für definierte Locken)
Welche man verwenden möchte, ist zunächst einmal jedem selbst überlassen. Sie alle sind super geeignet, um schöne Locken zu machen. Allerdings sind jene mit Bürsten schwerer wieder aus dem Haar zu bekommen und deshalb wohl besser für kurze Haare geeignet, da die Bürstchen für besseren Halt sorgen. Ein Lockenstab ist hier oft unkomplizierter, wenn es schnell gehen muss.
Und so geht das Lockenwickeln richtig
Auch bei dieser Technik werden wie beim Lockenstab die Haare strähnchenweise auf die Wickler gedreht. Wichtig ist, dass man unterhalb der Haarsträhne den Wickler aufsetzt und bis hoch zum Haaransatz aufdreht. Mit Klammern oder mit dem Clip wird jede aufgedrehte Haarsträhne am Kopf befestigt. Dabei braucht man etwas Übung, dass man das Konstrukt zum Halten bekommt. Das Haar kann nun per Luft oder mit einer Föhnhaube getrocknet werden. Danach muss das eingedrehte Haar vollständig auskühlen, bevor die Wickler entfernt werden. Toll wird die Lockenpracht, wenn das Haar mit einem Haarfestiger zuvor behandelt wurde.
Wir benutzen für solche Sachen die John Frieda Blow Dry Lotion. Sie bringt den Locken Stabilität und die Lockenpracht hält länger. Ein Lockenstab ergänzt dieses Produkt ebenfalls hervorragend für ein noch definierteres Finish.
Zusammenfassung: Lockenstab oder Dauerwelle
Sowohl Lockenstab und Lockenwickler sind für die Haare zunächst einmal deutlich schonender, auch wenn das Haar dabei Wärme ausgesetzt wird. Geht man jedoch mit der Hitze beim Haarstyling vorsichtig um und verwendet hochwertige Geräte, gibt es keine Probleme mit Haarschäden. Die Dauerwelle ist ein langfristiges Ergebnis, jedoch sind die Chemikalien nicht unbedenklich und deshalb sollten Dauerwellen immer dem Fachmann überlassen werden.
Wer nur leichte Wellen oder etwas mehr Volumen haben will, kann auch über Nacht die Haare einwickeln oder Zöpfe flechten und diese am Morgen einfach öffnen. Ähnlich gut funktionieren auch Papilloten. Am Ende entscheidet Ihr Zeitbudget und Ihr Wunsch nach Flexibilität: Der Lockenstab bleibt der König des individuellen Stylings, während die Dauerwelle ein Relikt für Fans permanenter Textur ist.




Sehr interessanter Beitrag. Ich habe mich ehrlich gesagt noch nie informiert, wie wirklich Dauerwellen gemacht werden.
Ich bevorzuge Karmin :D
Ein gut geschriebener Beitrag. Wie erwartet sehr informationsreich und gut lesbar. :)
Also ich hab mit Babyliss keine guten Erfahrungen gemacht! Die von Remington oder Philips sind spitze, und ich würde dir raten, einen mit Keramik und Teflon Beschichtung zu kaufen !!!
Ich habe eine NoName Marke und damit werden die Locken echt super. Allerdings ist das noch eine ganz normale Beschichtung also ohne Keramik oder Sonstiges. Womit die Locken echt klasse werden ist mit dem Spray HotCurl von Lobreal (kostet glaub ich 5 Euro) und dann halten die Locken auch echt super. Allerdings musst du immer aufpassen, dass es nicht regnet, sonst gehen sie schnell raus. Oder setz dir halt ne Kapuze auf
Ich finde es sehr toll, dass du in diesem Beitrag, alle Möglichkeiten beschreibst um Locken machen zu können.
Da ich persönlich vor einer Dauerwelle ein bisschen Angst habe, weil ich gehört habe die Haare gehen dadurch kaputt gehen.
Um mir Locken oder Wellen zu machen, lege ich auf ein hochwertiges Glätteisen Wert (z.B. GHD)
Warum?
Mit einem Glätteisen kann ich meine Stylings variieren und die hochwertige Beschichtung für sagenhaften Glanz und langanhaltende Stylingergebnisse sorgt.
Aber auch bei einem hochwertigen Glätteisen gilt: Aufpassen. Bitte nicht täglich anwenden, da auch das die Haarstruktur belastet.