Sind Krawatten noch in?

facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Oder ist der Kulturstrick aus der Mode gekommen?

Männer sind ja dafür bekannt, dass sie in Sachen Mode eher pragmatisch sind. Darum tragen viele auch nur dann Krawatten, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden lässt. Doch es gibt auch solche, für die Krawatte tragen aus den unterschiedlichsten Gründen einfach zum Leben dazu gehört. Mal, weil der Binder äußerst elegant ist, mal, weil es im Berufsalltag erforderlich ist. Wenn man als Frau an den Liebsten eine Krawatte verschenken möchte, kann frau entweder große Freude bereiten, oder aber tief ins Fettnäpfchen treten. Aber ist das modische Accessoire überhaupt noch zeitgemäß?

Die Krawatte ist ein modisches Accessoire mit langer Geschichte
Die Krawatte ist ein modisches Accessoire mit langer Geschichte

Die Geschichte der Krawatte

Dass Männer und manchmal sogar Frauen Krawatten tragen hat lange Tradition. Eine Legende besagt, dass der Schlips auf eine Truppenparade aus dem Jahre 1663 zurück geht. Seinerzeit befand sich das Schloss Versailles unter der Bauherrschaft des Sonnenkönigs Ludwig XIV noch in der Errichtung. Es soll ein Reiterregiment aus Kroatien in einer Parade auf dem Schlossplatz aufmarschiert sein und jeder Reiter hatte zur Zierde ein Stück Stoff am Kragen getragen. Geformt als Rosette oder Schleife, deren Ende über die Brust der Uniformierten gehangen habe und ein festes Element der Uniform des Reiterregiments gewesen sein soll. Weil es dem Sonnenkönig so gut gefiel, übernahm er das modische Accessoire und führte darum im Adel erstmals den Binder ein. Fortan gab es am Hofe nun den Cravatier, der erste Modelle der Krawatten für den Sonnenkönig fertigte und des Königs edle Stücke künftig pflegte. Schlips, Binder, Langbinder und Krawatte etablierten sich in der feinen Gesellschaft und die Tradition vom Krawatte verschenken nahm ihren Lauf.

Die Krawatte ist immer noch ein chices Accessoire für den Mann
Die Krawatte ist immer noch ein chices Accessoire für den Mann

Kleider machen Leute

Jeder kennt die Aussage Kleider machen Leute. Auch, wenn man heute nicht mehr unbedingt anhand der getragenen Kleidung auf den sozialen Status eines Menschen schließen kann, ist der Modestil, den ein Mensch trägt, doch nicht ganz unwichtig. Bedenken wir, dass wir nach den Promis schielen, die in feinsten Kleidern und tollsten Anzüge neue Trends setzen, die auch unser Modeempfinden beeinflussen. Nach wie vor werden bei großen Galen, Preisverleihungen und Events von den Männern Fliege oder Krawatte getragen. Und auch heute gehört der Binder in vielen Berufssparten immer noch zum Dresscode. Krawatten sind also weit davon entfernt aus der Mode zu kommen. Das zierende Stück Stoff, dass uns Frauen am Mann doch meist ganz gut gefällt, ist nach wie vor ein Schmuckstück, dass das Outfit des Mannes aufwertet.

Facts zur Krawatte

In der Regel beträgt die Länge von Krawatten ungefähr 145 cm, jedoch gibt es für groß gewachsene Männer den so genannten Langbinder, der mit 155 cm Länge gefertigt wird. Zwischen den Jahren 1900 und etwa 1970 galt es als chic, dass die Spitze des Binders ungefähr eine Handbreit über der Gürtelschnalle endete. Schon in den 1950er Jahren brach diese Gewohnheit auf und besonders breite Modelle wurden modern, die dann auch besonders kurz gebunden wurden. Ab den 1990er Jahren reichte die Krawattenspitze etwa bis direkt an die Gürtelschnalle. Heute ist es üblich, 2/3 Handbreit Luft zu lassen. Doch je nach Krawattenform und Bindetechnik kann diese Lücke variieren. Das breite Ende des Schlipses ist etwa zwei- bis dreimal so breit, wie das schmalere Ende. Zur edlen Krawatte tragen viele Männer gerne auch Krawattenklammer oder Krawattennadel. Auch dies gilt als Statussymbol und wer besonders viel auf sich hält, hat diese hübschen Accessoires in edelster Ausstattung aus Echtgold und zum Teil sogar mit Diamanten- oder Brilliantenbesatz.

Krawatte verschenken

Führt man sich vor Augen, welchen Status Krawatten (und ebenso ihre Träger) auch heute noch genießen, ist es eine schöne Idee, wenn man ab und zu mal eine Krawatte verschenken möchte. Schließlich ist ein eleganter Binder aus hochwertigem Material und in bester Verarbeitung gefertigt. Innovative Materialien sorgen für einen angenehmen Tragekomfort und leichte Pflegbarkeit. Modelle wie etwa aus Teflonmaterial sind fast immun gegen Flecken, können leicht abgewischt werden und viele Modelle können sogar einfach in der Maschine gewaschen werden. Die Designs sind sehr modern und für jeden Geschmack gibt es passende Krawatten. Mal in klassischem Design oder völlig abgefahren mit Kunstdruck oder lustigen Motiven macht es heute sogar vielen Männer Spaß, eine lustige Krawatte tragen zu können. Und selbst der Albtraum des Krawattebindens ist heute gar nicht mehr zu fürchten. Denn die meisten Hersteller von guten Bindern legen heute zur Krawatte ein kleines Kärtchen, das unterschiedliche Bindetechniken zeigt. Kommt Ihr Liebster dennoch mit dem Knotenbinden nicht zurecht, können Sie dennoch eine kleidsame Krawatte verschenken und ihm beim Binden helfen. Das ist nicht nur eine schöne Geste, sondern ermuntert Ihren Liebsten auch, sich öfter mal in Schale zu werfen.

facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail
Bitte teilen Sie:

One Comment - Write a Comment

  1. Fan der Krawatte · Edit

    Vielen Dank für die Geschichte der Krawatte!

    Generell kann ich nur sagen:
    Krawatten werden niemals aus der Mode gehen! Selbst heute sieht man bei lässigen Freizeitlooks auf den Laufstegen der Welt die Models (auch weibliche) mit Krawatten! In der GQ oder Men’s Health werden auch oft stylische Outfits gezeigt, bei welchen die Krawatte eine grosse Rolle spielt!

    Ich selber kombiniere auch sehr häufig meine Freizeitlooks mit Krawatten – man muss nur die passenden Farben und Muster haben, dann bietet sich fast jede Krawatte als stylischer Eyecatcher an!

    Und sind wir ehrlich:
    Die CEOs/CFOs werden bestimmt auch noch in 50 Jahren im Anzug und Krawatte ins Büro gehen 😉

    Reply

Post Comment