Beautyprodukte richtig fotografieren

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Produktfotografie: Beautyprodukte richtig fotografieren

Wie im vorigen Artikel angekündigt, möchten wir Ihnen heute ein wenig über die Produktfotografie, also darüber berichten, wie Sie Beautyprodukte richtig fotografieren können. Das Geheimnis liegt im Konzept der Produktfotografie. Um ansprechend und aussagekräftig Produkte fotografieren zu können und wirklich gute Bilder zu bekommen, spielen diverse Faktoren eine Rolle. Meist ist nicht die Camera das Problem, weshalb Bilder wenig vorteilhaft aussehen, sondern Beleuchtung, Motivanordnung und die Perspektive sind für das Gelingen einer ansehnlichen Fotografie ausschlaggebend. Anhand von Nagellack möchten wir Ihnen einige beispielhafte Fotos zeigen, wie unterschiedlich das Ergebnis beim Fotografieren sein können.

Produktfotografie richtige Beleuchtung
Produktfotografie richtige Beleuchtung

Auf die richtige Beleuchtung kommt es an

Bei Kosmetikprodukten wie zum Beispiel Nagellack möchte man die Farben der einzelnen Produkte möglichst authentisch für die Leserinnen präsentieren. Dies scheitert meist daran, dass man sich nicht in der Produkfotografie auskennt und so kann es kaum gelingen, Beautyprodukte richtig fotografieren zu können. Gute Bilder vom Produkte fotografieren sollten scharf sein, nicht überbeleuchtet und es sollten keine störenden Dinge sowie keine ungünstigen und störenden Hintergründe im Bild enthalten sein. Wir fotografieren deshalb seit geraumer Zeit alle Produktfotos mit einem Mini-Fotostudio von t&d. Diese haben immense Vorteile gegenüber herkömmlichen Mini-Fotostudios, da ein Modell wie etwa das Mini-Fotostudio premiumclick einen geschlossenen Lightcube sowie optimal geeignete Studiolampen und Hintergründe im Lieferumfang enthält. Durch die speziellen Fotoleuchten, die flimmerfreis Licht liefern, wird bei der Produktfotografie ohne Zuschalten von Blitz fotografiert. Wie leuchtend, ausdrucksstark, scharf und harmonisch Produktfotos dadurch werden, sehen Sie hier im oberen Bilddrittel (bitte beachten Sie, dass diese Bilder bereits durch das Verkleinern einen Qualitätsverlust erlitten haben!). Im mittleren Bildabschnitt haben wir mit herkömmlichem künstlichen Zimmerlicht ohne Blitz die Aufnahme gemacht. Das Resulatat dieser ungünstigen Aufnahme sind sehr extremes Bildrauschen, eine sehr dunkle und verfälschte Farbwiedergabe und Unschärfe. Das untere Bilddrittel zeigt das Ergebnis ohne Fotoleuchten und mit Blitz. Die Farben der Nagellacke sind nicht authentisch, sondern viel zu hell. Zum Teil sind die Produkte stark überblitzt, während die orange- und grünfarbenen Lacke im Dunklen nicht beinahe schon verschwinden. Gehen wir nochmal zum oberen Bilddrittel zurück und betrachten uns den Hintergrund, fällt auf, dass dieser hell und freundlich ist. Dadurch werden die Nagellacke bei der Produktftfotografie abermals schön in den Vordergrund gestellt. Die Farben fallen ins Auge und leuchten, so wie sie es in Wirklichkeit auch tun. Vergleichen Sie das oberen mit dem unteren Bilddrittel, so fällt unten auf, dass rechts eine störende Ecke das Bild stört. Dafür ist die falsche Perspektive verantwortlich, da hier nicht der Vorteil genutzt wurde, der das Mini-Fotostudio von t&d bietet – nämlich frontal zur Fotografierfläche hin zu fotografieren. Im unteren Ausschnitt fallen im Hintergrund darüber hinaus Schatten auf, die diese Produktfotografie unharmonisch machen. Möchte man also Beautyprodukte richtig fotografieren, sollte man sanfte Schatten erzeugen. Sanfte Schatten bewirken durchaus schöne Effekte, nicht aber solche. Der Grund, warum diese Schatten Störfaktoren sind, liegt in der menschlichen Gewohnheit. Menschen sind durch die Sonne und die Anbringung von Deckenleuchten gewohnt, dass Licht von oben kommt und die Schatten nach unten fallen. Hätte man hier, so wie im oberen Vergleichsabschnitt die Fotoleuchten des Mini-Fotostudios anstelle des Blitzes zum Einsatz gebracht, hätte man minimale, sanfte und vorteihafte Schatten auf der Fotografie bemerken können, die für Bildharmonie sorgen.

Mini-Fotostudio premiumclick von t&d
Mini-Fotostudio premiumclick von t&d
Motivanordnung und Bildschärfe
Motivanordnung und Bildschärfe

Motivanordnung, Bildschärfe, Ausschnitt

Am augenscheinlich wichtigsten bei der Produktfotografie sind Motivanordnung, Bildschärfe und der gewählte Ausschnitt, den man zeigen möchte. An diesem Foto sehen Sie, wie man diese drei Dinge völlig verkehrt machen kann. Das Konvolut an Nagellacken zeigt einerseits eine schöne Sammlung, jedoch kommt diese nicht zur Geltung, weil das Bild chaotisch und überladen wird. Zwar ist das untere Foto mit einer sehr guten Schärfe, doch dies fällt kaum auf. Ebenfalls dürfte es Ihnen schwer fallen, auch nur eine Farbe eines Lackes vernünftig erkennen zu können. Denn um die Speicherkapazität eines Blogs zu schonen, sollten alle Fotos möglichst herabgerechnet werden. Dies bewirkt natürlich auch, dass der Ausschnitt klein und somit kaum erkennbar wird. Wollten wir diese Beautyprodukte richtig fotografieren, hätten wir für den Bildausschnitt weniger Nagellacke verwendet und somit das Motiv reduziert. Möchten Sie Produkte fotografieren und gute Bilder erhalten, konzentrieren Sie sich deshalb auf das oder die Produkte, die im Vordergrund stehen sollen.

Bei Produktfotografie Thema definieren
Bei Produktfotografie Thema definieren

Thema definieren und auf Produkt konzentrieren

Als Beauty Blogger möchte man, und das ist auch wichtig, Beautyprodukte richtig fotografieren. Nur dann stellen Fotos und Artikel einen Mehrwert für Ihre Leser dar. Besinnt man sich bei der Produktfotografie auf das Thema des Artikels, in den das Foto integriert werden soll, dürfte das Thema des Fotos schnell definiert sein. In diesem Bild haben wir als Thema „Nagellack in Blau und Lila“ definiert. Vergleichen Sie nun diese Themenfotografie mit den oberen Bildern, sehen Sie schon, dass im Motiv deutlich mehr Harmonie, Übersicht und Präsenz der einzelnen Produkte herrscht, obwohl die Flakons nicht besonders sorgfältig und auch nicht gleichmäßig angeordnet sind. Bei genauerem Betrachten zeigt sich, dass auch dieses Foto nicht in die Kategorie der guten Bilder in Sachen Produktfotografie gehört. Denn möchte man die Informationen auf den einzelnen Produkten lesen, tut man sich schwer. Dies liegt daran, dass Licht und Schatten ungünstig fallen, die Produkte nach der Verkleinerung des Bildes zu klein sind, um die Schrift erkennen zu können und darüber hinaus auch noch eine ungünstige Perspektive gewählt wurde. Die Camera nahm dieses Foto von oben auf das Produkt gerichtet auf. Mit noch mehr Bildharmonie, vor allem aber aus einer besseren Perspektive heraus wurde dieses Motiv geschossen. Die Camera war in gleicher Höhe wie die Produkte selbst und somit gelingt es, die Produkte frontal in die Fotografie einzufangen. Damit die hintere Reihe Nagellack gut sichtbar bleib, wurde sie auf einen weißen Karton gestellt. Behelfsweise kam dabei eine Kartonage eines Parfüms zum Einsatz. Schauen Sie nun einmal die Linke Seite des blauen Nagellacks näher an, sehen Sie parallel zum Verschluss eine senkrechte Linie laufen. Dies ist die Verschlusslasche der Kartonage. Auch so etwas gehört nicht in gute Bilder, auch, wenn solche Kleinigkeiten kaum ins Auge fallen.

Richtige Perspektive wählen
Richtige Perspektive wählen
Produktfotografie ohne Schnickschnack
Produktfotografie ohne Schnickschnack

Produktfotografie ohne Schnickschnack

Beautyprodukte richtig fotografieren heißt, ohne Schnickschnack auskommen zu müssen. Konzentrieren Sie sich alleine auf das Produkt, denn bei der Produktfotografie steht einzig und alleine das Produkt im Vordergrund. So verführerisch es auch sein mag, das Drumherum ansprechend zu gestalten, ist es ratsam, darauf zu verzichten oder den Dekor auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Da Sie Produkte fotografieren, um Ihren Lesern Mehrwert zu dem Artikel zu präsentieren, sind gute Bilder das A und O. Wenn Sie ein Einzelprodukt mit einem Dekor ablichten wollen, dann wirkt ein ähnlicher Artikel im Hintergrund oder am Rand harmonisch und stört nicht den Bildfokus. Diese schönen Lacke mit Duft haben wir Ihnen übrigens in dem Artikel Duftnagellack alessandro Ice Cream Bar vorgestellt.

 

Bei Produktfotografie steht das Produkt im Vordergrund
Bei Produktfotografie steht das Produkt im Vordergrund
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4 Comments - Write a Comment

  1. Ein wirklich toller Bericht. Ich habe auch noch so ein kleines Fotostudio, das hatte mich vor einigen Jahren mal zugelegt als ich noch einen kleinen Ebay Shop hatte. Jetzt stand das Ding echt lange im Keller und habe es wieder rausgeholt, leider habe ich die Anleitung verlegt und habe keine Ahnung mehr wie und wo ich zum Beispiel das Unterlicht einsetze und wie ich optimal die bunten Hintergründe nutze. Hmm, alles nicht so einfach…deine Bilder sind dagegen richtig toll! LG

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  2. Finde es spannend das ihr einen Einblick in die Hintergrundarbeit gebt. Man denkt ja immer nur dass ein Blog nur geschrieben werden muss. Weit gefehlt. Wenn ihr alle Bilder selbst macht ist das ja noch viel mehr Aufwand. Voll super und interessant. Danke für diese Offentheit. Hilft ja auch anderen. Liebe Grüße an euch von Sina aus München

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  3. Ich bin ausgebildeter Fotograf und Kameramann mit über 40jähriger Erfahrung und kann zu diesen „Mini-Foto-Studio-Koffern“ nur anmerken, dass diese maßlos überteuert sind.

    Wer sich nicht mit Kamera, Beleuchtung etc. ausgiebig beschäftigt, wird auch damit keine tollen Ergebnisse erzielen.
    Ansonsten reicht für gute Produktfotos auch ein“Billig-Lichtzelt“ für rund 10 Euro und 2-3 Lichtquellen für 20-30 Euro.
    Wer´s noch billiger möchte, baut sich eine Lichtbox selbst (Pappkarton + Backpapier + Kleber), Videoanleitungen dazu gibt es zahlreich bei youtube. Auch mit Vlies aus dem Baumarkt für ein paar Euro läßt sich superbillig ein schickes „Lichtzelt“ basteln und das in Größen in denen man sogar Erwachsene aufrechtstehend ablichten kann.
    Mit allen Billigvarianten lassen sich supertolle Produktfotos machen!

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